Oldtimerimport Österreich

Voraussetzungen für eine Einzelgenehmigung als „Historisches Fahrzeug“ in Österreich

Die Voraussetzungen sind:

  • Das Fahrzeug muss der Baujahrsdefinition des § 2 Abs. 1 Z 43 KFG entsprechen.
  • Der Nachweis der Erhaltenswürdigkeit kann durch einen Auszug aus der Historischen Liste gem. §131b KFG erbracht werden. Auszüge dieser Listegibt es bei Eurotax oder Autopreisspiegel.
  • Das Fahrzeug befindet sich in Originalzustand und einem guten Erhaltungszustand (also 1,2 oder 3)

Import von „historischen Kraftfahrzeugen“

Importiert man einen Oldie nach Österreich, kann er als „Historisches Kraftfahrzeug“ typisiert und angemeldetwerden. Dann dürft ihr aber nur noch 120 Tage im Jahr mit dem Auto fahren (bei Motorrädern sogar nur 60 Tage) und das müsst ihr mit einem Fahrtenbuch nachweisen und dieses auf Verlangen auch der Behörde vorlegen . Die Pickerl (57a) Überprüfung ist dafür nur noch alle 2 Jahre fällig

Beim Kauf sind folgende Dinge zu beachten

  • Lassen Sie sich die Unterschrift des Verkäufers am Kaufvertrag gerichtlich oder notariell bestätigen. Die Behörde kann bei Bedenken der Echtheit des Kaufvertrages eine Beglaubigung verlangen. Es ist bei einem Fahrzeugkauf im Ausland daher dringend anzuraten, den Kaufvertrag gerichtlich oder notariell beglaubigen zu lassen.
  • Man sollte einen Nachweis über die Bezahlung des Autos haben (Rechnung oder Quittung).
  • Ihr müsst auch unbedingt darauf achten, dass euch der Verkäufer sämtliche Einzelgenehmigungen usw. beim Kauf mit gibt.

Der Transport

Ist das Fahrzeug fahrtüchtig, so kann man bei der zuständigen Zulassungsbehörde im Ausland ein sog. Überstellkennzeichen beantragen. Falls der Verkäufer zustimmt, kann man auch das ausländische Kennzeichen verwenden. Aber Achtung: Die Verwendung ausländischer Kennzeichen ist nur bis zu einem Monat ab der einreise nach Österreich zulässig. Danach ist das Fahrzeug umzumelden oder auszuführen.

Wird das Fahrzeug auf einen Anhänger verladen, so ist zu beachten, dass es Transportrestriktionen aufgrund des Abfallwirtschaftsgesetzes geben könnte.

Am bequemsten ist natürlich wenn man den Transport von einem Transportunternehmen machen lässt. In diesem Fall kann man diesem auch, falls notwendig, die mit der Verzollung zusammenhängenden Schritte überlassen.

Mehrwertsteuer und Zoll

  • Import aus einem EU-Land: Historische Kraftfahrzeuge, die aus einem EU-Land importiert werden, unterliegen keinen Einfuhrabgaben, weder Zoll noch Einfuhrumsatzsteuer.
  • Import aus einem Drittland: Prinzipiell unterscheidet das EU-Zollrecht bei Fahrzeugen zwischen Tarif-Pos.8703 „normale Kraftfahrzeuge (Zoll und normale Einfuhrumsatzsteuer) und Tarif-Pos.9705 „Oldtimer“ (kein Zoll, 13% Einfuhrumsatzsteuer). Damit ein Fahrzeug als Oldtimer zählt, muss es älter als 30 Jahre und im Orginalzustand sein. Es muss auch einen Seltenheitswert sowie einen hohen Wert haben, das Fahrzeug darf nicht nach seinem damaligen Verwendungszweck genutzt werden (zb. Oldtimer LKW oder Traktor) und muss einen charakteristischen Entwicklungsschritt im Fahrzeugbau darstellen. Für die Einreihung in diese Tarif-Pos. wird ein Auszug aus der Liste für historische Kraftfahrzeuge der Fa. Eurotax benötigt. Nähere Auskünfte erhält man auch bei der zentralen Auskunftsstelle der Österreichischen Zollverwaltung unter (01) 51433 564053 oder beim Bundesministerium für Finanzen

Die Normverbrauchsabgabe (NoVA)

Im Regelfall gelten Kraftfahrzeuge, die 30 Jahre oder älter sind und einem nicht mehr hergestellten Modell oder Typ entsprechen und noch im Originalzustand sind (keine wesentliche Änderung des Fahrgestells, des Steuer- oder Bremssystems, des Motors, usw.) als Sammlerstücke von geschichtlichem Wert und sind daher von der NoVA befreit. Da die NoVA-Befreiung für über 30 Jahre alte Fahrzeuge an diese zollrechtliche Bestimmung anknüpft, können Fahrzeuge die aus anderen EU-Ländern nach Österreich importiert werden von dieser Regelung betroffen sein.

 

 

 

—alle Angaben ohne Gewähr—